Diagnostische Testtheorie

Beschreiben sie den D2-R

Das Ziel des Verfahren ist die Untersuchung der individuellen Aufmerksamkeit & Konzentrationsfähigkeit.
Durch die Reizselektion wird Aufmerksamkeit erfasst -> kontinuierliche, schnelle & richtig zu erbringende Leistung.
Der Test wurde deduktiv konstruiert, die 1.Auflage erschien 1962.
 
Der Test ist nach einem Durchstreich-/Bourdon-Test konstruiert: Erkennen von relevanten Reizen (d mit 2 Strichen) unter Distraktoren (d oder p mit 1-4 Strichen) , nur die Zielobjekte sollen markiert werden.
Insgesamt gibt es 14 Zeilen mit je 57 Zeichen je Zeile, also 789 Zeichen zu bearbeiten. Die Zeilen sind in 4 Blöcke a 3 Zeilen unterteilt.
Um Fairness zu gewährleisten werden die 1. und die letzte Zeile nicht mit ausgewertet -> falls man Startschuss verpasst oder in Gruppentestung nach "STOP" heimlich weiter macht.
 
Die Gesamtbearbeitungszeitg beträgt 4 Minuten 40 Sekunden, man hat je Zeile 20 Sekunden und soll dann in die nächste Springen.
 
Der Test ist von 9-60 Jahren geeignet, Einsatzbereiche sind die Verkehrspsychologie (Kraftfahreignung), pädagogische Psychologie, klinische Psychologie, Neuropsychologie, A&O-Psychologie.
Umfassende und repräsentative Normierung, Normtabellen getrennt nach Alter in 7 Gruppen.
 
Bewertung: 
-> Objektivität: alle 3 gegeben
-> Reliabilität: split-Half: α= .76-.94
                         Retest-Rel.: α= .85-92
-> Validität: Inhaltsvalidität gegeben; Konstruktvalidität - konvergent D2+BIS-ZST: r=.40; diskriminant - D2+IST-2000-R: r=.31; D2+BIP: r=.03; Kriteriumsvalidität - vorhersagen bestehen für Führerscheinprüfung, depressive vs. gesunde klares anderes Ergebnis 
-> Nebengütekriterien: verfälschbarkeit, Fairness (Kultur&leserechtschreibschwäche), ökonomie, praktische Bewährung, zahlreiche Sprachen
 
PRO Verfahren:
- ökonomisch
- geringer Materialaufwand
- zumutbar
- schnelle & einfache Auswertung
- praktische Bewährung
- Spezialform auf DIN A3 für ältere &Sehbehinderte 
- Gruppen- &Einzeltestung möglich
- computerversion, jedoch Validität dort fraglich
- im zahlreichen sprachen übersetzt
 
CONTRA Verfahren:
- keine Kontrolle über Probandenverhalten
- Fairness durch kulturabhängige Symbole &Leserechtschreibschwäche
- motorische Leistung wird mit erfasst
- diskriminante Validität nicht zufriedenstellend (nicht genügend Abgrenzung von Intelligenz)
- bad faking möglich /Nach unten verfälschbar
 

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